Exponatkonzept

Exponatkonzept

Präsentation: Konzept des „offenen Podests“
Sowohl die interaktiven Experimentierstationen als auch die mehr präsentierenden Exponate folgen einem einheitlichen Gestaltungskonzept. Der „Typus“ des Podests zur Präsentation von Objekten und Experimenten ist ein einfacher, zweiseitig geöffneter Quader aus schichtverleimten Multiplexplatten. Innen ist der Holzkorpus matt klar lackiert – außen ist er anthrazit beschichtet, so dass der Eindruck einer geschliffenen, aber nicht polierten Steinoberfläche entsteht.

Durch die beidseitige Öffnung der Podeste verlieren diese, selbst bei quadratischer Grundfläche ihre Isotropie im Raum: das Podest bekommt eine Raumausrichtung die den Besucher intuitiv von Vorne an dieses herantreten lässt.

Gleichzeitig wird dadurch die farbneutrale aber auch wenig anregende Außenseite durch die wärmere und einladender wirkende, nach innen sich abschließende Naturholzgestaltung kontrastiert und komplementiert.

Experimentierkonzept: nichts verstecken – Aufmerksamkeit richten
Auf der grauen und farbneutralen Außenseite der Podeste werden die Teile der  Experimente frei zugänglich aufgebaut, auf die der Besucher fokussieren muss um die Aussage des Experimentes zu verstehen. Der Besucher wird hier aufgefordert selbst tätig zu werden: Kreiselscheiben in Schwung bringen, durch große Linsen und Prismen schauen und Farben mischen, Lichter an- und ausschalten oder einfach nur genau zu beobachten.

Die anderen Teile der Experimente, die technisch notwendig sind um den Effekt des Experimentes hervorzubringen, aber nicht im Fokus des experimentellen Interesses stehen, befinden sich im geöffneten Korpus der Podeste, sie „stehen unter dem Tisch“, werden aber nicht versteckt. Damit verfolgen wir das Ziel, dass die technische Funktion eines Experimentes nicht nur erahnt, sondern immer unmittelbar „gesehen“ werden kann ohne den Besucher von Beginn an mit zu vielen experimentellen Details abzulenken.

Er tritt an das Exponat heran. Auf der Außenseite und damit am raumwirksamsten werden Farberscheinungen sichtbar, die er manipulieren kann. Ein zweiter Blick in die geöffnete Innenwelt der Podeste ermöglicht die „Einsicht“ der notwendigen Mittel und ein eingehenderes Verständnis der Bedingungen des Erscheinens der Farbphänomene.

Ein Teil der Ausstellung ist für abgedunkelte Räume konzipiert. Dann übernimmt der Podestinnenraum noch eine weitere Aufgabe: Durch die in diesem befindlichen Lampenhäuser wird er leicht erleuchtet und der diffuse Widerschein der Innenwände sorgt für eine verbesserte Beleuchtung des Fuß- und Trittbereichs, durch den sich die Besucher bewegen.

Exponat zur Himmelsbläue und Goethes Urphänomen der Farbentstehung beim Blick durch trübe Medien

kombi_exponatkonzept